06. Juli 2026 Berlin, Siemensstadt Square

Richtfest Siemensstadt Square: Start in ein neues Kapitel

Zwei Jahre nach der Grundsteinlegung wird sichtbar, was hier entsteht – ein neues Stück Berlin mit mehr Wohnraum, Innovationscampus und Raum für industrielle Zukunft.

Fast auf den Tag genau zwei Jahre nach der Grundsteinlegung wurde am 29. Juni Richtfest für das Atriumgebäude und das Hochhaus am Eingangsplatz des Quartiers gefeiert. Der Baufortschritt markiert einen wichtigen Meilenstein für den Berliner Zukunftsort und zugleich den Beginn der nächsten Entwicklungsphase des 76 Hektar großen Areals im Bezirk Spandau.

V.l.n.r.: Thorsten Schatz, Frank Bewig, Nathalie von Siemens, Glenn Hammes, Tino Rückriem, Veronika Bienert, Franziska Giffey, Kai Wegner, Cedrik Neike, Christian Gaebler, Jörg Vocke, Thomas Braun.
V.l.n.r.: Thorsten Schatz, Frank Bewig, Nathalie von Siemens, Glenn Hammes, Tino Rückriem, Veronika Bienert, Franziska Giffey, Kai Wegner, Cedrik Neike, Christian Gaebler, Jörg Vocke, Thomas Braun.

Mit dem weiterentwickelten Rahmenplan, der gemeinsam mit dem Land Berlin und dem Bezirk Spandau erarbeitet wurde, wächst Siemensstadt Square zu einem noch urbaneren Quartier: Künftig entstehen rund 3.750 Wohnungen. Ergänzt werden sie durch Flächen für Innovation sowie für industrielle Produktion.

Richtfest Rede Polier Glenn Hammes von HOCHTIEF
Polier Glenn Hammes von HOCHTIEF (rechts) spricht stellvertretend für alle am Bau Beteiligten den Richtspruch. Gemeinsam mit seinem Kollegen Tino Rückriem (links) erhebt er traditionell das Glas.

„Zum Wohle dieses neuen Baus" – mit diesem traditionellen Richtspruch erreichte das Richtfest am 29. Juni 2026 seinen emotionalen Höhepunkt. Rund 350 Gäste erlebten am künftigen Entrée von Siemensstadt Square, wie ein jahrhundertealtes Handwerksritual auf einen der spannendsten Zukunftsorte Berlins trifft – darunter Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner, die Senatorinnen Franziska Giffey und Ute Bonde, Senator Christian Gaebler sowie die Siemens-Vorstände Cedrik Neike und Veronika Bienert und Nathalie von Siemens, als Vertreterin der Siemens-Familie.

Offener Innovationscampus

Die Visualisierung zeigt, wie die ersten Neubauten am Eingang zum Innovationscampus – an der neuen S-Bahn Station Siemensstadt - aussehen werden.
Die Visualisierung zeigt, wie die ersten Neubauten am Eingang zum Innovationscampus – an der neuen S-Bahn Station Siemensstadt - aussehen werden.

Die Neubauten am künftigen S-Bahnhof Siemensstadt bilden das sichtbare Entrée eines offenen Innovationscampus. Im Atriumgebäude (geplante Fertigstellung Anfang 2027) wird zukünftig der Berliner Firmensitz der Siemens AG beheimatet sein. In dem rund 60 Meter hohen Hochhaus (geplante Fertigstellung Anfang 2028) werden Teams von Digital Industries, Smart Infrastructure sowie Siemens Mobility zusammengeführt.
Gleichzeitig wird der Standort bewusst für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups geöffnet. Damit entsteht ein leistungsfähiges Ökosystem für industrielle Zukunftstechnologien – insbesondere in den Bereichen Industrie-Software, industrielle Künstliche Intelligenz und intelligente nachhaltige Infrastrukturen. Die industrielle Produktion wird in zwei Industrie-Hubs gebündelt.

Siemensstadt Square neues Areal

Neue Schule, mehr Wohnraum, starke Anbindung

Während das Quartier Gestalt annimmt, sind auch die infrastrukturellen Weichen für die Zukunft gestellt. Ein zentrales Ergebnis der Neuausrichtung ist die deutliche Erweiterung des Wohnangebots: Der neue Rahmenplan ermöglicht künftig rund 3.750 Wohnungen – rund 1.000 mehr als bisher vorgesehen. Damit wird dringend benötigter Wohnraum geschaffen und das Quartier zugleich deutlich urbaner, lebendiger und langfristig tragfähig. Siemensstadt Square entwickelt sich so konsequent zu einem Ort, an dem Arbeiten, Wohnen und Leben zusammenkommen.
Parallel dazu werden zentrale infrastrukturelle Voraussetzungen geschaffen. Das Grundstück für die geplante Grundschule wird bereits zum 1. Juli 2026 an das Land Berlin und den Bezirk Spandau übertragen. Die vierzügige Grundschule wird in unmittelbarer Nähe des künftigen S-Bahnhofs errichtet. Auch die aktuelle Reaktivierung der Siemensbahn sichert als entscheidendes Infrastrukturprojekt zudem die Zukunft der Region. Die neue Verbindung wird die Anbindung von Siemensstadt Square an den Berliner Hauptbahnhof erheblich verbessern und die Grundlage für eine nachhaltige Mobilität im gesamten Quartier schaffen.

Ganzheitlicher Nachhaltigkeitsansatz

Auch baulich denkt das Quartier konsequent in die Zukunft: Ein eigenes Nahwärme- und Nahkältenetz mit Europas größtem Abwasser-Wärmetauscher versorgt die Gebäude klimaneutral. CO₂-reduzierte Baustoffe, die Holz-Hybrid-Bauweise und der hocheffiziente KfW40-Standard unterstreichen den Anspruch an die bauliche Umsetzung. Ergänzt wird dies durch klimaresiliente, biodiversitätsfördernde Freiräume und durchgängig barrierefreie öffentliche Bereiche. Für die Neubauten wird zudem eine Zertifizierung nach der höchsten Stufe LEED-Platinum angestrebt.

200 Bauarbeitende waren zum Richtfest geladen
Rund 200 Bauarbeitende waren zum Richtfest geladen.

Umsetzung gewinnt weiter an Tempo

Aktuell arbeiten täglich mehrere hundert Menschen daran, den „Berliner Zukunftsort“ Realität werden zu lassen. Die Planung erfolgt vollständig digital auf Basis des sogenannten Building Information Modelings (BIM). Digitale Zwillinge ermöglichen dabei präzisere Planungen, effizientere Bauprozesse und einen optimierten Betrieb.

Das Projekt auf einen Blick


  • 76 Hektar Nutzungsmix aus Leben, Arbeiten, Produzieren und Lernen
  • Offener Innovationscampus für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups
  • 3.750 Wohnungen
  • Erste Neubauten – rd. 40.000 m² moderne Office Flächen
      ◦ Atriumgebäude: Holz-Hybrid · geplante Fertigstellung 2027
        ◦ Hochhaus: 60 m hoch · öffentliche zugängliches Erdgeschoss und Dachterrasse geplante Fertigstellung 2028
          ◦ LEED Platinum angestrebt
  • CO₂-neutral im Betrieb · KfW40-Standard · Photovoltaik
  • Klimaneutrale Wärme- und Kälteversorgung
  • Biodiversitätsfördernde und barrierefreie Freiräume